Vier Männchen und ein Halleluja


Als ich meine Erstbesatzung für das große Becken erstanden habe, waren darunter fünf kleine Scheibensalmler der Gattung Metynnis, die sich inzwischen als Metynnis altidorsalis herausgestellt haben.

Über lange Zeit war ich davon ausgegangen, dass es sich um einen Mix aus zwei Arten handelt und die Gruppe aus vier Männchen von Metynnis altidorsalis sowie einem Weibchen von Metynnis hypsauchen besteht. Der Grund dafür war das verschiedenartige Aussehen von Männchen und Weibchen:

  1. Weibchen deutlich größer und schneller im Wachstum
  2. Weibchen ziemlich rein silbrig, wogegen Männchen stimmungsabhängig eine Art Schachbrettmuster und markante, schwarze Schulter- und Rumpfflecken aufweisen.
  3. Habitus: Weibchen mit etwas steilerer Stirnlinie (wirkt bulliger).
  4. Wenig Kontakt zu den anderen Tieren der Gruppe.

Alles zusammen hatte ich bei dem „Sonderling“ auf Metynnis hypsauchen getippt, dabei aber die Sache mit der Analflosse ignoriert. Die Ausformung mit verlängerten ersten Flossenstrahlen wäre das sichere Indiz für die Zuordnung zu dieser Art gewesen. Das ist jedoch nicht der Fall!

Ein weiteres Indiz war für mich das Verhalten. Die Männchen interagieren ziemlich auffällig miteinander, sie imponieren, drohen, verteidigen ihre Reviere. Und sie üben sich ausgiebig in Scheinpaarungen. Dafür lassen sie das Weibchen in der Regel links liegen. Dieses weist die Männchen immer dann in die Schranken, wenn diese ihr den Lieblingsunterstand unter der Wurzel streitig machen wollen. Aber sonst geht man sich aus dem Wege.

In der Zwischenzeit neige ich dennoch zu der Annahme, dass alle fünf Tiere der gleichen Art angehören. Je länger ich die Tiere beobachte, desto eher sehe ich die Gemeinsamkeiten. Das ist beruhigend, und lässt auf noch mehr interessante Beobachtungen hoffen, wenn so eine kleine Gruppe aus beiden Geschlechtern besteht. Und es macht Hoffnung auf Nachwuchs.  Zumal sich die Männchen inzwischen doch zunehmend für die Dame interessieren. Ob das alles so stimmt, wird sich zeigen…

Inzwischen sehe ich eher die Gemeinsamkeiten als die Unterschiede bei den Tieren. Es handelt sich vermutlich um Exemplare derselben Art.

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