Ein Versuch mit schwarzem Holunder


Derzeit reift überall in der Stadt der schwarze Holunder heran, und natürlich musste auch diese nachwachsende Ressource gleich an meinen Fischen ausprobiert werden.

Die Holunder-Dolde wird sofort als Futter angenommen.

In ihren Heimatbiotopen ernähren sich Myleus-Arten über weite Strecken als spezialisierte Früchtefresser. Was liegt da näher, als den Tieren einmal die Früchte der Saison anzubieten?  Also habe ich eine reife Dolde ins Becken gehängt und nicht lange danach haben die Myleus torquatus das Naschen begonnen. Dabei haben sie unterschiedslos die reifen und unreifen Beeren gefressen.

Laut Wikipedia enthalten unreife Holunderbeeren ein Gift namens Sambunigrin, das bei Vögeln Verdauungsstörungen und Erbrechen auslöst. Auch bei den Fischen scheint es irgendeine Art Bumerang-Effekt gegeben zu haben. Zwar haben sie keine äußeren Anzeichen von Unwohlsein gezeigt, gleichwohl die an den folgendenen Tagen angebotenen Holunderdolden nicht mehr angerührt.

Das ist schade, zumal es ja zunächst nach einer Erfolgsgeschichte aussah, aber den Versuch war es allemal wert.

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