Chaos mit Erkenntniswert


Gestern hätte ich beinahe meine Fische umgebracht. Nach einen großen Wasserwechsel habe ich das Aquarium mit Wasser direkt aus dem Vollentsalzer gefüllt. VE-Wasser ist sehr kohlensäurehaltig und sollte besser zuvor belüftet werden. Bei einem Wasserwechsel von 20-30 Prozent mit entsprechender Wasserbewegung war das jedoch nie ein Problem.

Diesmal aber habe ich nicht weiter auf meine Fische geachtet und erst in letzter Sekunde bemerkt, dass meine Erdfresser nach Luft rangen, unkontrollierte Bewegungen an der Wasseroberfläche machten und sich entlang der Längsachse überschlugen. Hierbei haben die Männchen sich als wesentlich empfindlicher erwiesen als die Weibchen. Mit sofortiger Zugabe von kalkhaltigem Berliner Leitungswasser, starker Belüftung und Beatmung der schwächsten Tiere (mit dem Kescher an der Oberfläche nahe dem Ausströmer halten) konnte ich alle Tiere retten.

Eigentlich erzählich ich diese Geschichte hier aber, weil sie auch etwas über Scheibensalmler lehrt. Während die Geophagus Männchen schon kollabierten, haben die halbwüchsigen Metynnis hypsauchen zwar heftig geatmet, jedoch keine weiteren Anzeichen von akuter Atemnot gezeigt. Offensichtlich kann diese Art kurzfristig auch starken Sauerstoffmangel tolerieren. Zum Glück!

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