Metynnis lippincottianus


Metynnis lippincottianus ist innerhalb ihrer Gattung die Art mit den meisten Synonymen. Von Cope 1878 zunächst in die damals noch gebräuchliche Sammelgattung Myletes gestellt, wurde die Art später noch neun weitere Male beschrieben. Darunter von Steindachner als Myletes (Metynnis) orbicularis, von Eigenmann zweimal und von Ahl sogar fünf Mal (eigenmani, dungerni, heinrothi, seitzi, snethlagae). Auf Eigenmann geht der Name Metynnis roosevelti zurück, der seit Goslines Revision von 1951 eigentlich hinfällig und doch auch heute noch gelegentlich anzutreffen ist.

Im deutschen wird die Art leider häufig als „Gefleckter Scheibensalmler“ bezeichnet, was aber mit Blick auf den eigentlich so genannten Metynnis maculatus irreführend ist. Richtiger wäre es, die Art als Lippincotts Scheibensalmler anzusprechen, denn sie wurde amerikanischen Naturforscher James S. Lippincott zu Ehren so benannt.

An und für sich sind die Tiere leicht zu identifizieren: M. lippincottianus gehört zu den gestreckteren Arten, die Höhe beträgt bei ausgewachsenen Tieren ca 80% der Standardlänge (SL). Für die Standortvariante aus französisch Guyana wird sogar eine Höhe von nur rund 70% SL angegeben.

Die Grundfärbung der Tiere ist grün-golden. Die Seiten sind recht gleichmäßig mit Flecken übersät, die mehr oder weniger den Pupillendurchmesser haben. Die unpaarigen Flossen sind kräftig schwarz gesäumt, in der Schwanz- und Rückenflosse auch mit mehr oder weniger kräftigem rot-orange. Auf der Schulter zeigen insbesondere männliche Tiere einen kräftigen orangen Fleck, sowie einen darüber liegenden, aber nur stimmungsabhängig sichtbaren schwarzen Schulterfleck. Die Schwarzanteile können auch durchaus größer werden. Bei aggressiv gestimmten Männchen kann sich die Schwarzfärbung auch auf Bereiche unterhalb der Seitenlinie ausdehnen, was dann etwas an einen Backenbart erinnert.

Das Verbreitungsgebiet dieser Art reicht umfasst Guyana und die Ostküste Brasiliens.

Dieses Video mit den prunkenden Metynnis lippincottianus finde ich so schön, dass ich es gern noch einmal zeige. Am Ende schwimmt übrigens noch ein Weibchen in die Szenerie. Diese werden ja leider nicht sehr häufig gezeigt.

 Hier gibt es weitere Beiträge zu Metynnis lippincottianus.

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Ein Kommentar

  1. Wie lässt sich der M. lippincottianus sicher vom M. maculatus unterscheiden? Auf Bildern sehen die nahezu identisch aus.

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