Es gibt Fisch!


Gelegenheit macht Allesfresser. Oder Aasfresser. Je nachdem, was sich gerade anbietet. An und für sich ernähren sich Metynnis ja überwiegend von Pflanzen, Algen, Krebstieren und ähnlichem. Myleus sind überwiegend als Früchtefresser einzustufen. Allerdings gehen Fische beider Gattungen auch an Aaas, wenn der Tisch entsprechend gedeckt ist.

Im Aquarium konnte ich beobachten, wie ein sterbender Silberbeilbauch (Gasteropelecus sternicla) von einer Gruppe aus Metynnis lippincottianus und Metynnis orinocensis Stück für Stück zerlegt wurde, während er noch zappelte. Erst wurde der Schwanz abgebissen, dann Stücke aus dem Bauch und vom Kopf, wobei die Scheibensalmler sich um die Beute gestritten haben und mit dem Beilbauch im Maul durchs Becken gestürmt sind. Nach knapp fünf Minuten war nur noch das dicke Rückenstück übrig, welches nicht so leicht abzubeißen war. Kurz darauf war der Beilbauch nur noch Erinnerung.

Nun ist das kein Aquarienphänomen, sondern kommt in der Natur genauso vor, wie dieses Video zeigt. Es handelt sich anders als im Titel angeführt, nicht um Piranhas, sonders um Myleus setiger. Der Serrasalmus im Bild hat gar nicht die Gelegenheit, von dem großen Saugwels abzubeißen.

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Sneak Preview


Im Keller ist noch ein Plätzchen frei und so wird aus Multiplex und einer Scheibe meines alten 2-Meter-Beckens ein neues Holzaquarium. Die Beschichtung ist diesmal aus Polyesterharz mit Gewebeeinlage an den Kanten. Weil noch Platz im Regal war, hat das Becken eine Filterkammer bekommen. Mal sehen, ob sich das bewährt. Auf den Bildern ist das Becken während der Dichtigkeitsprobe zu sehen.

Ein Besuch im Berliner Zoo Aquarium


Kürzlich war ich im Berliner Zoo-Aquarium und sehr erfreut, eine Gruppe Metynnis fasciatus zu entdecken. Etwas erstaunlich fand ich, dass sie in einem Becken für rheophile, also strömungsliebende Fische ausgestellt wurden. Mir schien, die Fische wussten nichts von ihrer Vorliebe für Strömung und standen meistenteils am Rand. Immerhin. Wo sieht man die sonst schon? Daneben gab es (neben vielem anderem) noch ein Becken mit den unvermeidlichen Myleus rubripinnis und schönen Mesonauta.

Weil es Scheibensalmler.de jetzt auch auf Youtube gibt, kann ich noch ein paar bewegte Bilder der Metynnis fasciatus zeigen:

Neu: Metynnis orinocensis


Kürzlich bin ich auf einer Händlerliste über Metynnis orinocensis gestolpert. Die werden einerseits nur selten importiert und waren überdies noch unerhört günstig. Also ran! Und hier sind sie…


Bei so jungen Tieren dieser Gattung ist die Artbestimmung grundsätzlich schwierig, aber es sprechen ein paar Gründe dafür, dass es keine Metynnis hypsauchen sind. Und wenn die Tiere wirklich aus dem Orinoco-System stammen, stehen die Chancen nicht schlecht. Später dazu mehr; dann wird es wieder einen meiner berühmt-berüchtigten „Über…“-Artikel geben. Bis dahin können die kleinen Dinger erst mal ein bisschen wachsen…

Eine simple Futterklammer


Wer einmal gesehen hat, wie begeistert Scheibensalmler über Salat herfallen, will das öfter haben.

Aber wie stellt man das praktisch an? Schließlich hat Salat einen enormen Auftrieb, der überwunden werden will. Und von der Oberfläche fressen vor allem Metynnis nicht so besonders gern (wie auch hier schon einmal erwähnt). Das Unterklemmen unter den Scheibenmagneten hat sich nicht bewährt; Salatblätter auf einen Stein zu binden geht nicht ohne nasse Hände ab, weil der Stein mit dem Gummiring auch wieder heraus muß und nicht zuletzt treiben ganz gern ‚herrenlose‘ Gummibänder durch das Aquarium.

Futterklammer

Mit wenigen Zutaten wird aus einem Nuckelband eine brauchbare Futterklammer.

Die Lösung kam, als meine Holde dieses Nuckelband aus der Drogerie mitgebracht hatte. Wir wußten zwar nicht, wie man einen Nuckel daran befestigt (inzwischen wissen wir’s), aber das Potential für eine Futterklammer hab ich sofort erkannt!

Mit einer Sicherheitsnadel wird ein Angelgewicht um das Band gehängt, am besten eines mit Öse, so dass es sich leicht auffädeln läßt. Bei Bedarf können auch mehrere Gewichte an die Nadel gehängt werden. Mit einer Angelschnur an der Öse kann die leer gefressene Klammer bequem wieder aus dem Aquarium herausgenommen werden.