Über Vergesellschaftung


Beim Händler meines Vertrauens sind wir auf das Thema Vergesellschaftung gekommen. Metynnisarten (auch Myleus/Myloplus) sind dankbar für ruhige und eher zutrauliche Begleiter. Buntbarsche sind meiner Erfahrung nach ideal. Ihrerseits sind sie gute Gesellschafter für Crenicichla-Arten, wie ich mir habe sagen lassen. Die Anwesenheit der wuseligen Scheibensalmler dämpft die Aggression der Crenis. Wie gesagt, damit habe ich keine eigene Erfahrung. Aber: Hier gibt es den passenden Erfahrungsbericht.

 

Scheibensalmler

Normalerweise werden Scheibensalmler (zur Erinnerung: hier sind ausschließlich Metynnis gemeint) als Beifische zu anderen Arten gehalten. Sie zu vergesellschaften, ist recht unproblematisch. Sie vertragen sich mit allem, was sie nicht für Futter halten und wovon sie nicht für Futter gehalten werden.

Zu bedenken ist lediglich, dass sich Scheibensalmler vorzugsweise in der Mitte und dem unteren Drittel des Beckens aufhalten und damit in einem Bereich, der meist schon durch Buntbarsche und dergleichen bevölkert wird. Meine Erdfresser haben sich aber nie davon stören lassen.

Auch Fische, die unbedingt Pflanzendickicht benötigen, um ihre innerartlichen Aggressionen zu beherschen, sind keine guten Begleiter. Die Scheibensalmler werden das Dickicht nämlich in kürzester Zeit lichten.

Die Vergesellschaftung mit kleineren Rochen ist möglich, wie man im Video sieht. Zwischen den Myleus rubripinnis paddeln nämlich auch ein paar Metynnis altidorsalis und Metynnis hypsauchen.

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Vegetarisch für Faule


Fischsuppe mit Grünkohl: Scheibensalmler bei der Fütterung.

Fischsuppe mit Grünkohl: Scheibensalmler bei der Fütterung.

Scheibensalmler (Metynnis) sind in ihrer natürlichen Umgebung primär Pflanzenfresser und auch im Aquarium entsprechend begierig auf pflanzliche Kost. Darauf wurde hier und hier und hier schon hingewiesen.

Wer also schnell mal einen Veggie-Snack für seine Scheibensalmler parat haben will, greift einfach zu gefrorenem Grünkohl oder Spinat. Das wird gern genommen, kostet so gut wie nichts und ist in der Handhabung so einfach wie jedes andere Frostfutter. Leicht zu beschaffen ist es obendrein.

Ganz hilfreich ist es übrigens, wenn man den Block einmal antauen lässt und dann Portionswürfel passender Größe schneidet und alles wieder zurück ins Eisfach legt. Das erleichtert die Entnahme um einiges.

Auf Einkaufstour


Kürzlich war ich auf Einkaufstour beim Händler meines Vertrauens. Auf der Einkaufsliste standen Scheibensalmler und Welse.

  1. Metynnis sp. aff maculatus big spots (PERU)
  2. Metynnis hypsauchen
  3. Metynnis lippincottianus

Meine Arbeitshypothese ist, dass die Big Spots derselben Art zuzurechnen sind wie die Metynnis sp. aff. maculatus PERU und es sich bei den Tieren mit wenigen großen Tupfen um eine Standortvariante handelt. Beide Varianten schwimmen bei mir in demselben Becken, so dass der direkte Vergleich möglich ist. Für endgültige Aussagen ist es noch zu früh, aber das Bild zeigt weitestgehende Übereinstimmung in Habitus und Färbung.

Mit den Metynnis hypsauchen kann ich endlich den Verlust meines Schwarms ausgleichen. Zu guter Letzt habe ich endlich ein paar Metynnis lippincottianus erstehen können. Der wohl farbenprächtigste Scheibensalmler, zugleich klein bleibend.

Wie das so ist, bin ich natürlich auch noch mit einigen Buntbarschen und L-Welsen heimgefahren…

Umzug in den Keller


Heute war es soweit: Die Metynnis altidorsalis sind in das 450-Liter-Becken im Keller gezogen. In der Wohnung sah es ein wenig chaotisch aus, aber das muss so… Bei der Gelegenheit habe ich auch ein paar Fische aufs Trockene gesetzt, um sie zu fotografieren und anschließend zu vermessen. Das Resultat: Die altidorsalis sind jetzt nach knapp vier Jahren im 546-Liter-Becken ca. 12 cm groß.

Der Fisch, der aus der Kälte kam


Metynnis Männchen, Aquarienstamm. Charakteristisch sind die unregelmäßigen Tupfen in der Rückenflosse, sowie der rote Saum der Schwanzflosse.

Aus einem Missgeschick kann man unter Umständen mehr lernen als aus monatelanger Beobachtung. Vor einiger Zeit stand eines meiner Aquarien notgedrungen im Keller. Es war ein harter Winter und der Heizer hatte einen erheblichen Temperaturgradienten zu überwinden. Dem Dauereinsatz war er dann nicht gewachsen und fiel aus.

Da ich nicht täglich nach den Fischen sah, habe ich das erst spät bemerkt. Inzwischen war die Temperatur im Becken auf nur 15 °C gesunken. Bei dieser Temperatur begannen die Geophagus altifrons schon zu kollabieren (sie haben es überlebt). Währenddessen blieben die dort einquartierten Dickkopf-Scheibensalmler, Metynnis altidorsalis, davon ziemlich unbeeindruckt. Auch anschließend waren keine Anzeichen von Krankheit zu erkennen.

Interessanterweise findet sich ein ähnlicher Bericht schon 1967 in der DATZ. Dem Autor, Willy Kreitz, war die Heizung ausgefallen und die Beckentemperatur auf 12 °C gefallen, was seine Metynnis schreitmuelleri (=altidorsalis) unbeschadet überstanden. Er berichtete, dass lediglich die Färbung etwas blasser geworden sei.

Hat jemand ähnliche Erfahrungen, vielleicht auch mit anderen Metynnis- / Myleus-Arten gemacht?