Beckenupdate

Mal wieder cf. argenteus


Als ich vor 1 1/2 Jahren meine ersten Scheibensalmler erstanden habe, waren das Fische, die unter dem Namen Metynnis cf. argenteus in den Handel gekommen waren. Nach langem hin und her habe ich sie dann als Metynnis altidorsalis determiniert.

Mein Stammhändler hatte jetzt wieder mal einen Metynnis cf. argenteus im Angebot. Nur diesmal weiss ich schon ein bisschen mehr als damals und bin mir recht sicher, dass es Metynnis hypsauchen sind. Wieso zwei so leicht unterscheidbare Arten unter dem selben Namen im Handel sind, muss ich mir bei Gelegenheit mal von dem im Norden Berlins ansässigen Großhändler erklären lassen.

Trupp junge Metynnis hypsauchen. Ca. 4-5 cm SL.

Irgendwo im Netz habe ich mal gelesen, dass man am besten sieben Scheibensalmler mitnehmen soll, also habe ich gleich neun einpacken lassen. Beim Einsetzen haben sie sich ausgesprochen ruhig gezeigt und sind binnen Minuten ganz entspannt in kleinen Gruppen durchs Becken gezogen. Kein ängstliches Schwärmen, keine Flucht hinter den HMF. Das war für mich schon etwas verblüffend, denn die altidorsalis haben sich da immer ganz anders verhalten.

Es zeigt sich mal wieder, dass die Fische Unterstände sehr mögen, denn die linke Ecke des Beckens mit einem bis an die Oberfläche ragenden, verzweigten Holz ist sofort zur Lieblingsecke erkoren worden. Mit einer Ausnahme. Einer der neuen ist offenbar ein Philosoph; er hält sich vom Trubel der anderen fern, steht unbeweglich in der entgegengesetzten Ecke des Beckens und grübelt. Nennen wir ihn einfach Diogenes.

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Mein großes Becken hat jetzt endlich die regelbare Beleuchtung, die es immer haben sollte, die mir aber im Giesemannschen Original viel zu teuer und funktionsüberladen war. Man kann das Monster aber auch in Eigenregie an die Kette legen und die Lichtleistung auf ein vernünftiges Maß bringen. Nebenbei auch den Stromverbrauch.

Bei einer Steuerspannung von 3,5 V pendelt sich der Verbrauch auf ca. 85 W ein.

Also gesagt, getan. Das Demontieren der Leuchte hat ein bisschen gedauert, ging aber am Ende doch einfacher als gedacht. Den Einbau des dimmbaren EVG hat unser örtlicher Fachbetrieb übernommen. Das hat nur drei Wochen gedauert und mit Bauteilen und Arbeit rund 175 Euro gekostet. Das zweite EVG ist nach wie vor nicht dimmfähig. Das muss es auch nicht sein, weil der zweite Schaltkreis nur dazu dient, die Röhren einzubrennen und ggf. zusätzliches Foto-Licht zu liefern.

Die Steuerung wird durch ein kleines Gerät namens Lux basic übernommen. Binnen 40 Minuten wird die Lichtleistung bis zum Maximum hochgefahren und das Abblenden dauert volle 50 Minuten. Bei geringerer Lichtleistung, die leicht am Netzteil des Steuergerätes eingestellt werden kann, verkürzt sich die Dimmzeit entsprechend. Diese Steuerung ist eine einfache und mit knapp 40 Euro auch preiswerte Lösung. Obendrein gibt es beim Anbieter, Herrn Krevet, eine umfassende und faire telefonische Beratung.

Übrigens, das provisorisch zur Abdunkelung verwandte Kreppband wieder von der Acrylglasscheibe wieder abzubekommen, ist unmöglich. Das Ergebnis 1 1/2 stündigen Schrubbens mit Verdünnung ist ein knapp 30 cm breiter, klebstoffverschmierter Streifen.

Lichtstimmung bei minimaler Lichtleistung.

Zum Schluss noch zu den Fischen: Die finden es anscheinend recht angenehm. Das abrupte Abschalten des Lichts hatte jeden Abend zu großer Hektik im Becken geführt. Das hat sich mit der Dimmung weitestgehend erübrigt.

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Neu: Myleus sp.


Eigentlich wollte ich mich aquaristisch ja mehr den Metynnis-Arten widmen, weil die unter den Scheibensalmlern die mit dem geringsten Platzanspruch sind. Ich habe mich gestern zu einem etwas unvernünftigen Spontankauf hinreissen lassen und nach zweistündigem hin und her mit der Frau sechs Myleus mitgenommen. Verkauft wurden sie als Myleus rubripinnis, aber mit dem, was man sonst unter dieser Bezeichung findet, hat es nichts zu tun.

Der Verkäufer meinte, die würden mal so 25 cm groß werden. Na gut, das geht gerade noch im 2m-Becken. Laut fishbase werden die Kerlchen aber bis zu 39 cm groß! Nun ja, eigene Erfahrung zählt doppelt…

Die Tiere sind nicht in allerbester Verfassung, die Flossen etwas angegriffen, die Beschuppung etwas struppig. Im Geschäft hatten die etwas unter den ebenfalls im Becken befindlichen, deutlich kleineren Aequidens rivulatus zu leiden. Aber das wird schon wieder. Eines der Tiere ist jedoch ziemlich abgemagert. Eigentlich hätte ich den nicht nehmen sollen, zumindest nicht für Geld. Vielleicht lässt aber auch er sich päppeln.

Glücklicherweise nehmen die Myleus eher die obere Beckenhälfte ein, die von den anderen Tieren bislang weitgehend gemieden wurde. Vielleicht mit Ausnahme der Erdfresser, die schnell gelernt haben, dass an der Oberfläche oft noch etwas Frostfutter zu erhaschen ist.