Licht

Beobachtungen in der Dimmerung


Die Phase des Abdimmens ist eine ergiebige Zeit für allerlei Verhaltensstudien. Insbesondere das Verhalten der Metynnis altidorsalis verändert sich spürbar. Sie stehen normalerweise den halben Tag auf ihren Lieblingsplätzen unter den Wurzeln und entfernen sich davon eigentlich nur, wenn sie fressen wollen, ihre Rangfolge aushandeln oder von anderen Fischen aufgescheucht werden.

Während der Dämmerung aber werden sie regelrecht aktiv und erobern die oberen Wasserschichten bis fast hinein ins obere Drittel. Neben Rangkämpfen kommt es immer wieder zu Scheinpaarungen der Männchen und kleineren Flirts mit dem einzigen Weibchen in der Gruppe.

Heute hat sich etwas kurioses zugetragen: Ein Metynnismännchen steigt auf und zettelt für 1-2 Minuten mit allen ihm im Weg stehenden Myleus torquatus ein ausgeprägtes Parallelimponieren an. Jeder Ausweichversuch der bald doppelt so großen Myleus wird pariert, immer schwimmt der kleine Metynnismann auf gleicher Höhe mit den grauen Riesen. Und wie im Rausch nimmt er sich einen Myleus nach dem anderen einmal vor. So zum Lachen haben mich die Fische bislang nur selten gebracht.

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Das 720er in neuem Licht


Mein großes Becken hat jetzt endlich die regelbare Beleuchtung, die es immer haben sollte, die mir aber im Giesemannschen Original viel zu teuer und funktionsüberladen war. Man kann das Monster aber auch in Eigenregie an die Kette legen und die Lichtleistung auf ein vernünftiges Maß bringen. Nebenbei auch den Stromverbrauch.

Bei einer Steuerspannung von 3,5 V pendelt sich der Verbrauch auf ca. 85 W ein.

Also gesagt, getan. Das Demontieren der Leuchte hat ein bisschen gedauert, ging aber am Ende doch einfacher als gedacht. Den Einbau des dimmbaren EVG hat unser örtlicher Fachbetrieb übernommen. Das hat nur drei Wochen gedauert und mit Bauteilen und Arbeit rund 175 Euro gekostet. Das zweite EVG ist nach wie vor nicht dimmfähig. Das muss es auch nicht sein, weil der zweite Schaltkreis nur dazu dient, die Röhren einzubrennen und ggf. zusätzliches Foto-Licht zu liefern.

Die Steuerung wird durch ein kleines Gerät namens Lux basic übernommen. Binnen 40 Minuten wird die Lichtleistung bis zum Maximum hochgefahren und das Abblenden dauert volle 50 Minuten. Bei geringerer Lichtleistung, die leicht am Netzteil des Steuergerätes eingestellt werden kann, verkürzt sich die Dimmzeit entsprechend. Diese Steuerung ist eine einfache und mit knapp 40 Euro auch preiswerte Lösung. Obendrein gibt es beim Anbieter, Herrn Krevet, eine umfassende und faire telefonische Beratung.

Übrigens, das provisorisch zur Abdunkelung verwandte Kreppband wieder von der Acrylglasscheibe wieder abzubekommen, ist unmöglich. Das Ergebnis 1 1/2 stündigen Schrubbens mit Verdünnung ist ein knapp 30 cm breiter, klebstoffverschmierter Streifen.

Lichtstimmung bei minimaler Lichtleistung.

Zum Schluss noch zu den Fischen: Die finden es anscheinend recht angenehm. Das abrupte Abschalten des Lichts hatte jeden Abend zu großer Hektik im Becken geführt. Das hat sich mit der Dimmung weitestgehend erübrigt.

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Lampen dimmen…


Über meine nicht dimmbare Giesemann-Leuchte ärgere ich mich schon fast ein Jahr. Die Leuchtstärke ist auf Pflanzenbecken ausgelegt, und nicht besonders für lichtscheue Fische geeignet. Jetzt im Sommer schaue ich mir die Fische am liebsten ganz ohne künstliche Beleuchtung an. Die Fotos zeigen, wie etwas Sonnenlicht die Scheiben erst so richtig zum Strahlen bringt. Ich finde, sie sehen nie schöner aus als in diesen Augenblicken.

Myleus sp. Weibchen

Bei Sonnenlicht sind die Fische besonders attraktiv.

An den Umbau der Lampen habe ich mich bislang aber noch nicht herangetraut. Durch einen glücklichen Zufall bin ich auf das Blog der  Salmlerpension gestoßen. Hier wird ziemlich detailliert beschrieben, wie eine vierflammige T5-Leuchte zu einer dimmbaren umgebaut wird. Das ist genau das, was ich gesucht habe! Die ganzen Detailangaben für den Elektrokrimskrams sind aufgeführt, müssen nur noch auf die 80W-Röhren übertragen werden und gut ist’s. Obendrein gibt es noch Hinweise auf Steuergeräte, die finanziell nicht ganz so zu Buche schlagen wie die Giesemann-Teile oder die ebenfalls recht teuren GHL-Computer.

Mal sehen, ob ich die Leuchte auch noch auseinandergeschraubt bekomme. Ich habe den Eindruck, dass die ziemlich verschachtelt konstruiert ist. Wenn’s klappt, wird umgerüstet!

Der Beleuchtungswahnsinn


Beim Bau meines Wohnzimmeraquariums spielte  Ästhetik bei der Auswahl der Baumaterialien und der Ausrüstung eine große Rolle. Die Beleuchtung war dabei immer ein kritischer Punkt, wie im folgenden zu sehen ist.

Die Fische, die ich halte, sind mehr oder minder inkompatibel mit Pflanzen, so dass ich mir wenig Gedanken um  ausreichend Lichtstärke für optimalen Pflanzenwuchs machen muss. Andererseits wollte ich mir auch keine Abdeckung basteln (bei 2 m Kantenlänge ist im Standardsortiment dahingehend sowieso nicht mehr viel zu finden). Also fiel meine Wahl auf eine Hängeleuchte.

Bei der Auswahl der Leucht musste ich allerdings feststellen, dass man die Wahl hat zwischen viel Licht, mehr Licht, ganz viel Licht und ganz ganz viel Licht. Aufgrund des sehr guten Aussehens und des Qualitätsversprechens made in Germany habe ich mich für eine Giesemann reflexx entschieden.

Allerdings gibt es keine Bauform für moderate bis geringe Lichtleistung. Standard sind vier Röhren, sechs und acht Röhren sind ohne weiteres möglich. Nach oben offen.

Für Leute wie mich ist das frustrierend, um eine Dimmung zu bekommen müsste man rund 600 Euro drauflegen! Wieso gibt es nichts was von Hause aus statisch dimmbar ist? Ein kleines Rädchen am Gehäuse zur individuellen Anpassung der Lichtstärke ist doch nicht wahnsinnig viel verlangt, oder?

Behelfsweise habe ich meine Leuchte mit Kreppband abgeklebt, was aber blödsinnig ist, weil ich Geld für Strom ausgebe, um Lichtleistung zu erzielen, die ich mit Krepp vernichte. Mal sehen, was mir der Giesemann Support als Alternative anbietet.