Mylossoma

Das perfekte Becken für Scheibensalmler


Leider ist nicht als Ganzes zu sehen, aber dieses Becken ist für Scheibensalmler geradezu perfekt. Viele Unterstände, viel Schwimmraum, und -unglaublich!!- ein paar Pflanzen. Um welche Art es sich handelt, kann ich aus der Entfernung nicht sicher sagen. Auf jeden Fall ein sehenswertes Aquarium.

Außerdem sieht man, um wie viel schöner eine größere Gruppe dieser Tiere im Vergleich zu den obligatorischen fünf ist.

Hier gibt es noch eine XL-Version dieses Videos. Es sind aber keine Metynnis hypsauchen wie im Begleittext genannt. Soviel ist sicher.

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Augenschmaus (2)


Heute zum Nikolaus gibt es mal etwas ganz besonderes zu sehen: Mylossoma aureum. Diese sind in Südamerika durchaus weit verbreitet – ganz im Gegensatz zur hiesigen Aquaristik. Das ist höchst bedauerlich, wie das hier gezeigte Tier beweist. Dabei bleibt diese Art mit 20 cm kleiner als manche der weit populäreren Myleus-Arten.

 

Ein schönes Exemplar von Mylossoma aureum. Foto: Enrico Richter.

 

 

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Wandernde Salmler


In den späten 70er Jahren hat der US-Forscher Michael Goulding eine umfassende Untersuchung der Wechselwirkung von Vegetation und pflanzenfressenden Fischen durchgeführt. The Fishes and the Forest wurde 1980 veröffentlicht und ist bis heute wegweisend. Die Untersuchungen wurden im Madeira-Becken vorgenommen, genauer am Rio Machado, einem Zufluss zum Rio Madeira.

Im dritten Kapitels seines Buches, entwickelt Goulding Thesen zu den Wanderungsbewegungen großer Salmler, darunter Colossoma, Mylossoma, Brycon, Prochlidus, Triportheus und andere. Die Myleus-Arten sind von den Ausführungen ausdrücklich ausgenommen.

Goulding hat zwei Arten von Wanderverhalten beschrieben, nämlich die Laichwanderung und die Piracema-Wanderung.

1. Die Laichwanderung

Zu Beginn bis zur Mitte der Hochwasserzeit sammeln sich diese Arten im überschwemmten Wald, um anschließend in großen Gruppen aus den Nebenströmen in Richtung des vom Hochwasser trüben Hauptstroms zu wandern. Es ist nicht ganz klar, ob die Tiere anschließend stromaufwärts oder -abwärts wandern. Es gibt jedoch Indizien, die dafür sprechen, dass sich die Fische im Umfeld der Mündung aufhalten und ihrem Laichgeschäft nachgehen.

Nach dem Ablaichen ziehen sie in kleinen Gruppen zurück in den Nebenstrom (teilweise auch in das Überschwemmungsgebiet des Hauptstroms). Dort verteilen sie sich in den überschwemmten Wälder, um dort weiter zu fressen. Goulding schätzt, dass der größte Teil der Fische (er spricht von Biomasse) sich im überschwemmten Wald mit seinen reichen Nahrungsressourcen befindet. Das ist leicht erklärlich, bietet doch das tiefere Wasser der Flüsse (egal ob Haupt- oder Nebenstrom) doch wenig Nahrung für die Pflanzen- und Früchtefresser. In den trüben Wässern reicht der Lichteinfall nicht, um nennenswerte Wasservegetation aufzubauen.

Nach einigen Monaten des „großen Fressens“ ziehen sich die Fische mit Einsetzen des Niedrigwassers in Richtung des Hauptstroms zurück, um wiederum auf Wanderschaft zu gehen.