torquatus

Augenschmaus (3)


Endlich habe ich mal schöne Bilder von Myleus torquatus bekommen können. Die Fotos wurden kurz nach einer Umsetzaktion gemacht, weshalb die Tiere noch nicht die volle Farbe zeigen. Immerhin ist der stimmungsabhängig vorhandene schwarze Flossensaum in der gut erkennbar. Die Männchen werden über die Zeit noch mehr Rot in der Afterflosse und der Schwanzflosse bekommen.

Paar von Myleus torquatus, links Weibchen, rechts Männchen. Foto: Enrico Richter.

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Augenschmaus (2)

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Bühne frei für Myleus torquatus


Die Bestimmung der von mir in diesem Jahr erstandenen sechs Myleus-Exemplare hat sich als langwierige Schnitzeljagd mit immer neuen, teils auch falschen Fährten erwiesen. Dennoch, das Rätsel ist gelöst. Bei meinen Tieren handelt es sich um Myleus torquatus (KNER, 1858).

Weibchen von Myleus torquatus. Foto: Enrico Richter.

Anhand des Géry (1977) hatten sich die Fische nicht ganz eindeutig identifizieren lassen. Eine visuelle Bestimmung der Tiere anhand dieses Buches ist auch deshalb nicht ganz einfach, weil dort überwiegend junge oder halbwüchsige Tiere abgebildet sind. Und ausgerechnet Myleus torquatus in schwarz-weiss! Die blau-graue Körperfärbung mit dem gelblichen Grundton der Flossen ist auf diese Weise freilich nicht erkennbar. (mehr …)

Neu: Myleus sp.


Eigentlich wollte ich mich aquaristisch ja mehr den Metynnis-Arten widmen, weil die unter den Scheibensalmlern die mit dem geringsten Platzanspruch sind. Ich habe mich gestern zu einem etwas unvernünftigen Spontankauf hinreissen lassen und nach zweistündigem hin und her mit der Frau sechs Myleus mitgenommen. Verkauft wurden sie als Myleus rubripinnis, aber mit dem, was man sonst unter dieser Bezeichung findet, hat es nichts zu tun.

Der Verkäufer meinte, die würden mal so 25 cm groß werden. Na gut, das geht gerade noch im 2m-Becken. Laut fishbase werden die Kerlchen aber bis zu 39 cm groß! Nun ja, eigene Erfahrung zählt doppelt…

Die Tiere sind nicht in allerbester Verfassung, die Flossen etwas angegriffen, die Beschuppung etwas struppig. Im Geschäft hatten die etwas unter den ebenfalls im Becken befindlichen, deutlich kleineren Aequidens rivulatus zu leiden. Aber das wird schon wieder. Eines der Tiere ist jedoch ziemlich abgemagert. Eigentlich hätte ich den nicht nehmen sollen, zumindest nicht für Geld. Vielleicht lässt aber auch er sich päppeln.

Glücklicherweise nehmen die Myleus eher die obere Beckenhälfte ein, die von den anderen Tieren bislang weitgehend gemieden wurde. Vielleicht mit Ausnahme der Erdfresser, die schnell gelernt haben, dass an der Oberfläche oft noch etwas Frostfutter zu erhaschen ist.